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3. Quartal 2016 - Exportrückgang von -7,3%

23.11.2016 | id:15306626

Auch nach dem dritten Quartal bleibt der Rückgang im Export prozentual einstellig. Einzelne Branchen konnten Ihre Exporte deutlich steigern (s. Datei im Downloadbereich).

Export Maschinenbau Deutschland – Russland Januar bis September:

2015: 3,570 Mrd. €
2016: 3,310 Mrd. €
Wachstum: -7,3%

Unter den 10 Top-Branchen konnten sich 5 über einen Anstieg der Exporte freuen. Die Landtechnikhersteller haben ein fast schon rekordverdächtiges Exportwachstum von 57% erwirtschaftet. Auch viele der in Russland bereits produzierenden internationalen Unternehmen der Landtechnik berichten von einem erfreulichen Wachstum in 2015. Die russische Landwirtschaft wächst aktuell deutlich, und wird zusätzlich mit Subventionen unterstützt. Das schafft natürlich eine erhöhte Nachfrage nach Landtechnik.

Die Exporte von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen haben sich entgegen dem allgemeinen Maschinenbau-Trend ebenfalls positiv entwickelt. Eine Steigerung der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse benötigt natürlich auch entsprechende Verarbeitungskapazitäten.

Eine Überraschung sind nach wie vor die Bau- und Baustoffmaschinen, die auch nach dem dritten Quartal ein Wachstum von 29% im Vorjahresvergleich aufweisen. Die russische Baukonjunktur hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Daher ist es erfreulich, dass sich die Exportumsätze der Branche entgegen dem konjunkturellen Trend nach oben entwickelt haben.

In der Datei im Anhang ist auch eine Übersicht zu den Exporten in die Eurasische Wirtschaftsunion enthalten. Russland ist, wenig überraschend, das Exportland Nummer eins. Belarus hingegen kommt wesentlich schlechter durch die aktuelle Krise. Hier sehen wir in 2016 einen Rückgang im Export von minus 35%, und das nach einem ebenfalls sehr schwachen Vorjahr. Hier zeichnet sich ganz klar eine eher negative wirtschaftliche Entwicklung ab.

Die Talsohle ist in Russland aus Sicht des Maschinenbaus noch nicht ganz erreicht. Aber die erkennbare Verflachung des Abwärtstrends lässt die Vermutung zu, dass das für 2017 von allen Wirtschaftsinstituten übereinstimmend vorhergesagte leichte Wachstum des BIP vielleicht realistisch sein könnte.

Sven Flasshoff
VDMA-Verbindungsbüro Russland
sven.flasshoff@vdma.ru
+7 499 418 03 71

Bildquelle : VDMA

Flasshoff, Sven
Flasshoff, Sven
Datei-Anhänge:
Export_Maschinenbau_DE-RU...

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