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Sojusmasch kümmert sich um Zolltarife

05.10.2013 | id:2371976

Am 4.10.2013 hat die gemeinsame Sitzung der Kommission für Entwicklung des Engineerings des Maschinenbauverbandes von Russland, der Rates der IHK der RF für Zollpolitik und des Expertenrates für Entwicklung der technologischen Basis des russischen Maschinenbaus und Werkzeugmaschinenbaus des Komitees für Industrie der Staatsduma Russlands statt. Am Treffen haben auch die Vertreter einiger großen Maschinenbauunternehmen Russlands und des Föderalen Zollamtes der RF teilgenommen.

Das Hautthema der Sitzung war die Zolltarife für die Komponente und Zulieferungen für Maschinenbauproduktion. Die moderne globale Welt geht den Weg der globalen Produktion. Die Wertschöpfungsketten sind international, die geografische Lokalisierung der Produktionen ist in vielen Ländern verteilt. Jedem Industrieunternehmen geht es gegenwärtig darum, ihre eigene Produktion optimal zu organisieren und sich in die globale Wirtschaft „einzubauen“. „Optimal“ heißt es: auf dem modernsten technischen Niveau und günstig zu produzieren.

Auf diesem Weg stehen aber die hohen Transaktionskosten, die durch hohe Zolltarife verursacht werden. Für den russischen Maschinenbau ist das im Moment eines der wichtigsten Probleme. So ist die Mehrheit der Importzolltarife für viele Maschinenbaukomponente in Russland vom 10 bis 20 Prozent. – Und das sind die Zölle auch für die Komponente wie spezielle Kabel, Robotertechnik u.a., die in Russland nicht hergestellt werden. Die fertigen Importmaschinen werden aber praktisch mit Nullzolltarifen eingeführt. Der Anteil der importierten Komponente im russischen Maschinenbau erreicht aber schon 56 Prozent aller Zulieferungen.

Das macht den russischen Maschinenbau nicht wettbewerbsfähig auf dem Weltmarkt. Die Investoren und die ausländischen Unternehmen entscheiden sich sehr ungern für ihre Produktion in Russland, weil die wirtschaftlichen Bedingungen für sie nicht attraktiv sind.
Das Ziel der industriellen Politik von Russland muss sein, diese Situation zu ändern. Konkret für Zolltarife muss das sogenannte Prinzip der Eskalation angewendet werden, das heißt: je höher ist der Mehrwert der eingeführten Ware, desto höher sollte der Zolltarif sein und umgekehrt. Dadurch kann man den Anteil der Lokalisierung von den Produktionen der ausländischen Unternehmen in Russland erhöhen und die einheimische Maschinenbauproduktion fördern.

Die Lösung dieses Problems fordert aber eine umfassende Expertenarbeit auf den gesetzlichen und administrativen Ebenen. Hier geht es sowohl um die Anpassung der Importe an die schon existierenden und in einigen Fällen den Produzenten nicht gut bekannten Zollregimen (wie z.B. das Regime „Bearbeitung für den internen Verbrauch“) als auch um die Änderung der Zollnormen inkl. Erweiterung der Klassifikation der aktuellen Zollcodes. Der andere Problemkomplex bezieht sich auf die Anpassung der Zollbestimmungen für die Maschinenbaukomponente, die nach Russland eingeführt sind, mit den Anforderungen der Zollunion, wessen Mitglied Russland ist. Denn z.B. in Weißrussland werden auch sowohl Maschinen als auch ihre Komponenten hergestellt, und die Lösungsvorschläge in diesem Bereich müssen auch die Interessen aller Partner der Zollunion beachten.

Wenn es auch viele Probleme auf diesem Wege gibt, ist schon die Zeit gekommen sie zu lösen. Darüber hat sich auch Präsident von Russland V. Putin ganz eindeutig geäußert. Die Teilnehmer der Sitzung haben auch darauf hingewiesen, dass es dafür einen Willen des obersten Staatsorganes von Russland gibt. Da aber diese Probleme viele Interessenten betreffen, müssen sie auch gemeinsam gelöst werden, und zwar durch die Maschinenbauunternehmen und ihre Verbände, die russische Regierung, das  Föderale Zollamt, die Staatsduma u.a. Institutionen und Behörden. Denn es geht hier gegenwärtig für Russland nicht einfach um die Modernisierung sondern um die neue Industrialisierung, - betonten die Teilnehmer des Treffens.
 

Bildquelle : Hapag Lloyed

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