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Schwierig, aber nicht hoffnungslos

03.05.2014 | id:3814175

Als "schwierig, aber nicht hoffnungslos" schilderte Ullrich Umann, Korrespondent für Germany Trade and Invest (gtai) in Moskau, die Lage für Unternehmen auf dem russischen Markt. Sicher habe der Konflikt die wirtschaftliche Lage negativ beeinflusst, aber so sei nur der seit 2013 andauernde Abwärtstrend weiter verstärkt worden. Auch die Gefahr einer Hinwendung zu asiatischen Herstellern sei nicht neu, jetzt werde sie durch Versuche politischer Einflussnahme auf Kaufentscheidungen nur verstärkt. Dennoch: An der Modernisierung der russischen Industrie führe für Russland kein Weg vorbei und dabei seien deutsche Maschinen fast unersetzlich, denn „wenn Qualität und Funktionalität benötigt werden, oder es ingenieurtechnisch schwierige Aufgaben zu lösen gibt, sind Maschinen mit dem Logo ‘Made in Germany‘ unabdingbar", so Umann.

Dies bestätigte auch Oleg Ivanov, Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit beim russischen Maschinenbauverband SouyzMash, in seinem Vortrag. Mit einer Vielzahl von  Förderprogrammen bemühen sich die Föderalregierung und die regionalen Administrationen, der Industrie auf die Beine zu helfen. Die Ansiedlung von ausländischen Investoren und Technologie-Transfer spielen dabei eine wichtige Rolle. Industrieparks sollen durch Herausbildung von Clustern ganzen Branchen den Neustart erleichtern.

Gute Chancen gibt es auch für die Bau- und Baustoffmaschinen. Prof. Igor Charcenko von der Moskauer Planungsbehörde „MosInshProjekt"  berichtete über die gigantischen Pläne zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Moskau für die nächsten Jahre.

Verstärkte Marktbearbeitung, Präsenz zeigen, antizyklisch investieren, Dinge klären, die in Boomjahren liegen geblieben sind, empfahl Daniel Kiefer von Thost-Projektmanagement den anwesenden Unternehmen für das kommende, sicher nicht leichte Jahr. Die Praxisberichte von Elba, Haver & Böcker und Herrenknecht bestätigten die insgesamt überraschend positive Stimmung bei Referenten und Zuhörern. Noch lebt man vom Erfolg der letzten Jahre und hält an laufenden Projekten ungeachtet der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Konjunktur fest.

Kontakt:
Monika Hollacher
VDMA-Außenwirtschaft
Telefon: +49 6603-1448
E-Mail: monika.hollacher@vdma.org

 

Hollacher, Monika
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